Was ist eine Heimwegschleppe und wie lege ich sie
Eine bewährte Methode stellt die sogenannte Heimwegschleppe dar. Hierfür legen Sie Geruchsspuren für Ihr Tier, damit es leichter nach Hause findet.
Hunde und Katzen haben einen ausgeprägten Geruchssinn. Selbst, wenn dieser nicht trainiert ist, verlassen sie sich auf ihren Instinkt. Wenn die Tiere bekannten Geruch wahrnehmen, folgen sie ihm. Deshalb ist es so wichtig, dass der Geruch immer nach Hause oder an den Entlaufensort führt. In manchen Fällen ist auch der Schleppweg zur Futterstelle sinnvoll.
Was benötige ich für die Heimwegschleppe?
Sie können unterschiedliche Gerüche für die Schleppe verwenden:
- Wurstwasser (z.B. von Würstchen aus dem Glas oder Leberwurstwasser)
- Pansenwasser
- Thunfischwasser -> vor allem bei Katzen
- Wasser mit dem Geruch des bekannten Futters
Bitte verzichten Sie auf Schleppenmit dem Geruch des Halters, sowie mit Gerüchen anderer Tiere des Haushaltes! Ebenso bitte nichts mit dem Geruch des Tieres verwenden. Bitte legen Sie im evtl. Suchgebiet keine Decken des zu suchenden Tieres aus.
Wie lege ich die Schleppe?
Sie sollten immer ein Stück weit von Ihrem zu Hause wegfahren oder wegfahren lassen, bevor Sie die Schleppe immer heimwärts ziehen. Die Flüssigkeit füllen Sie am besten in große PET Flaschen und machen in den Deckel ein Tropfloch. Das gehen Sie den Weg nach Hause zurück und tropfen auf ihrer Spur eine deutliche Futtergeruchsspur. Pansen können Sie auch an einer Schnur hinterher ziehen. Das wiederholen Sie immer wieder aus mehreren Richtungen. Sie legen die Schleppe sternförmig um Ihr Haus (vgl. Abbildung).
Die Länge der Schleppe hängt von Ihrem Umfeld ab. Eine Strecke von mindestens 500 Metern ist sinnvoll.
Beim Schleppen können Sie sich von Freunden und Bekannten helfen lassen. Ebenfalls können beim Schleppe ziehen Suchplakate aufgehängt werden.
Wenn Ihr Tier nicht nach Hause laufen kann, können die HWS auch an einen ausgewählten Punkt gezogen werden, an dem Sie z.B. mit dem Auto warten, eine Futterstelle eingerichtet haben oder eine Lebendfalle steht.
Wichtig:
Wenn möglich, Schleppen nicht über stark befahrene Straßen oder Schienen legen. Zudem sollte man dann erstmal Ruhe in die Situation bringen, d.h. nicht aktiv suchen und die Schleppen nicht kreuzen oder in die entgegengesetzte Richtung laufen. Damit wären die Schleppen nämlich zerstört und wirkungslos. Zumal das entlaufene Tier auch Ruhe braucht, um ggf. der Spur zu folgen.
Sollten Sie Ihr Tier sehen, rufen Sie nicht laut und laufen Sie nicht darauf zu, sonst könnte es wieder sich wieder entfernen. Warten Sie, bis sich das Tier von selbst auf den Weg zu Ihnen macht. Wir wissen, wie schwer es ist! Hocken Sie sich hin, wenden sich ab und schauen ob das Tier sich ihnen nähert. Machen Sie keine unbedachten Fangaktionen, lieber lassen Sie das Tier wieder ziehen. Macht es keine negativen Erfahrengen kommt es wieder!
Warum ein Pettrailer nicht immer zum Erfolg führt. . .
Der Einsatz eines Pettrailers ist ein bewährtes Mittel, um den Aufenthaltsort eines entlaufenen Tieres zu ermitteln. Dabei folgt der Hund einer individuellen Geruchsspur und liefert wichtige Hinweise über die Bewegungsrichtung oder mögliche Aufenthaltsorte. Dennoch ist es wichtig zu wissen: Ein Pettrailer kann nicht in jedem Fall zum Erfolg führen.
Gründe dafür sind unter anderem:
Einfluss von Umweltfaktoren: Wind, Regen, Hitze oder Kälte können eine Spur abschwächen oder ganz unkenntlich machen.
Zeitlicher Verlauf: Je länger ein Tier bereits unterwegs ist, desto mehr verliert sich die Geruchsspur oder wird überlagert.
Hohe Fremdgeruchsdichte: In Städten, Parks oder Wohngebieten erschweren Menschen, Fahrzeuge oder andere Tiere die Arbeit des Trailhundes erheblich.
Verhaltensmuster des Tieres: Manche Tiere legen große Distanzen zurück, kehren unregelmäßig in bekannte Bereiche zurück oder verstecken sich sehr geschickt.
Unbewusste Störungen: Wenn Menschen versuchen, das Tier anzulocken oder einzufangen, kann das Fluchtverhalten verstärkt werden und die Spur verfälschen.
Was bedeutet das in der Praxis?
Der Pettrailer ist ein wertvolles Hilfsmittel, ersetzt jedoch keine umfassende Suchstrategie. Er kann Hinweise geben, in welchem Gebiet sich das Tier aufgehalten hat – garantiert aber nicht dessen direkte Auffindung. Für eine erfolgreiche Sicherung ist daher immer eine Kombination verschiedener Maßnahmen notwendig: gezielte Beobachtung, Einsatz von Technik (z. B. Drohnen oder Wildkameras) und eine strukturierte Sicherung vor Ort.
Unser Ziel ist es, die Chancen für eine erfolgreiche Sicherung zu maximieren. Ehrlichkeit und Transparenz sind dabei ebenso wichtig wie fachliches Können.
Ausschlussklausel Pettrailing
1. Der Auftraggeber verpflichtet sich, bis zum Einsatz des Pettrailers keinerlei Maßnahmen zu ergreifen, die die Geruchsspur des vermissten Tieres verfälschen oder unbrauchbar machen können. Hierzu zählen insbesondere, jedoch nicht abschließend:
das Auslegen von Katzenstreu, Kot oder Urin,
das Verteilen von Decken, Körben, Spielzeugen oder sonstigen Gegenständen des Tieres im Suchgebiet,
das Ausbringen oder Verteilen von Geruchsquellen anderer im Haushalt lebender Tiere.
2. Stellt der Auftragnehmer vor Ort fest, dass eine ordnungsgemäße Sucharbeit aufgrund der unter Ziffer 1 genannten oder vergleichbarer Maßnahmen nicht möglich ist, ist er berechtigt, den Einsatz jederzeit abzubrechen.
3. In diesem Fall gilt die vereinbarte Einsatzpauschale als vollständig verdient und wird in voller Höhe fällig.
Sofern keine Pauschale vereinbart wurde, werden stattdessen die Anfahrtspauschale sowie eine Einsatzstunde berechnet.
Ein Anspruch auf Rückerstattung oder Minderung besteht nicht.
4. Diese Regelung dient der Sicherstellung einer professionellen und erfolgsorientierten Arbeit sowie dem Schutz des vermissten Tieres.
Hinweis zum Pettrailing:
Kann eine Sucharbeit vor Ort aufgrund von Maßnahmen des Auftraggebers (z. B. Auslegen von Katzenstreu, Decken, Körben oder Geruch anderer Haustiere) nicht durchgeführt werden, wird der Einsatz abgebrochen. Die vereinbarte Pauschale ist in diesem Fall vollständig fällig. Sofern keine Pauschale vereinbart wurde, werden Anfahrtspauschale und eine Einsatzstunde berechnet.